Zukunftsfähig: In der Königswieser Straße, im Münchner Stadtteil Forstenried, entsteht ein Schulbau, der künftig bis zu 950 Schülerinnen und Schülern beherbergen wird. Die Grund- und Mittelschule sind als viergeschossige Baukörper mit modernen Lernhäusern konzipiert. Diese sind um Lichthöfe angeordnet und bieten vielfältige Begegnungs- und Aufenthaltsbereiche. Die Gebäude sind zudem so geplant, dass spätere Erweiterungen und Aufstockungen möglich bleiben.
Um den Anforderungen an eine möglichst nachhaltige Bauweise zu erfüllen, wird der Neubau als Holzhybridbau realisiert. Die Konstruktion kombiniert Stahlbeton mit tragenden Holzbauteilen und Holz-Beton-Verbunddecken. Holzfassaden, Fassadenbegrünung sowie eine energieeffiziente Gebäudehülle tragen zu einer ressourcenschonenden Bauweise bei. Die Wärmeversorgung erfolgt über Fernwärme und unterstützt einen klimafreundlichen Betrieb des Schulcampus.
Das Schulzentrum an der Königswieser Straße ist der erste Holzhybridbau der Gebäudeklasse 5 in München. Aufgrund des höheren Gefahrenpotenzials gelten hier sehr strenge Brandschutzanforderungen. Auf einem Erdgeschoss aus Stahlbeton realisiert LignoAlp zwei dreigeschossige Baukörper für die Grund- und Mittelschule. Die aussteifenden Treppenhäuser bestehen aus Stahlbeton. Die tragende Holzstruktur setzt sich aus Säulen und Querträgern aus Brettschichtholz zusammen, auf die Brettsperrholzdecken verlegt werden. Um erkennbar zu machen, dass beim Projekt der nachwachsende Rohstoff Holz eine wichtige Rolle spielt, bleiben die Säulen komplett in Sicht, die Querträger teilweise.
Die Fassaden wurden als eigenes Gewerk ausgeschrieben, deshalb realisierte LignoAlp eine temporäre Fassade, um den Eintritt von Wasser ins Gebäude zu verhindern. Das Montageteam von LignoAlp begann im November 2025, Anfang Juli 2026 wurde die letzte Deckenplatte verlegt, und im August 2026 wurden die Arbeiten abgeschlossen.