10-geschossiger Holzbau in Bozen | © FORMAS architecture
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10 Geschosse in Bozen - Hoch hinaus mit Holz

Sieben Südtiroler Unternehmen realisieren in Bozen ein zehngeschossiges Wohnhochhaus für das Wohnbauinstitut. Nach seiner Fertigstellung soll es das höchste Wohngebäude Italiens in Holzbauweise sein.

Die Bauarbeiten für das neue Wohnhochhaus in der Bozner Wohnbauzone Grieser Auen haben begonnen. Das zehngeschossige Gebäude mit 35 Wohnungen wird oberirdisch weitgehend in Holzbauweise errichtet. Mit dem Projekt setzt das Wohnbauinstitut auf eine zukunftsorientierte und ressourcenschonende Bauweise. Der hohe Vorfertigungsgrad im Holzbau ermöglicht eine präzise Planung und eine zügige Bauabwicklung. Dadurch verkürzt sich die Bauzeit vor Ort, während Lärm, Verkehr und weitere Beeinträchtigungen für die Nachbarschaft reduziert werden. 

Den Auftrag zur Realisierung sicherte sich eine temporäre Bietergemeinschaft aus vier Südtiroler Unternehmen, die ihre Fachkompetenzen für die unterschiedlichen Bauweisen und Fachkompetenzen – vom Erd- und Massivbau über den mehrgeschossigen Holzbau und die technische Gebäudeausrüstung bis hin zum Innenausbau und zur Fassade gebündelt haben: Als federführendes Unternehmen übernimmt die Bernard Bau GmbH aus Montan die Baustelleneinrichtung, den Aushub sowie die Baumeister- und Stahlbetonarbeiten. Mit der Herstellung der Fundamente und der massiven Tragwerksbauteile schafft sie die präzise bauliche Grundlage für den darauf aufbauenden Holzbau. Eine besondere Herausforderung bildet die exakte Abstimmung zwischen Massiv- und Holzbau. 

Den Holzbau realisiert LignoAlp – Damiani-Holz&Ko AG mit Sitz in Brixen und Produktionsstandort in Deutschnofen: eine tragende Konstruktion aus Stützen und Decken sowie Außenwände in Holzrahmenbauweise, welche hochgradig vorgefertigt und mit bereits eingebauten Fenstern auf die Baustelle geliefert werden. In der tragenden Struktur und den Außenwänden werden 1.200 m³ Holz verbaut, was einer Einlagerung von ca. 1.200 Tonnen CO2 entspricht. 

Weitere Mitglieder der Bietergemeinschaft sind Elektro Haller aus Eppan (Elektroinstallationen) und Mader GmbH aus Sterzing (Heizungs- und Sanitäranlagen). An der Ausführung sind mit Delmonego & Steger aus Klausen für die Trockenbau- und Malerarbeiten, Spenglerei Stampfl aus Schabs für die Ausführung der Metallfassade und der Spenglerarbeiten sowie Alpifenster aus Riffian für Fenster, Hebeschiebetüren und Beschattungslösungen drei weitere Südtiroler Firmen beteiligt.

Grundlage des Bauvorhabens ist ein Planungswettbewerb aus dem Jahr 2020. Unter 56 eingereichten Beiträgen wurde das Projekt des Planungsteams Formas mit den Architekten Carlos Fernando Latorre und Alessandro Scavazza, dem Ingenieur Paolo Rosa sowie dem Perito Industriale Martin Schweigkofler als Sieger ausgewählt. Mit dem Wohnhochhaus entsteht in Bozen ein beispielgebendes Projekt, das sozialen Wohnbau, moderne Architektur und die Möglichkeiten des mehrgeschossigen Holzbaus miteinander verbindet. Zugleich zeigt die Zusammenarbeit der beteiligten Unternehmen, welche Kompetenzen innerhalb Südtirols für die Umsetzung anspruchsvoller Holzbauprojekte vorhanden sind. 

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