Mehrzweckgebäude Castel Cerreto

  • Standort: Castel Cerreto, Treviglio (Provinz Bergamo)
  • Bauherr: Gemeinde Treviglio
  • Planer: Arch. Mauro Piantelli, De8 architetti
  • Jahr: 2018
  • Bauweise: Wände in Holzrahmenbau, Holz-Beton-Verbunddecke
  • Energiestandard: nZEB (Nearly Zero Energy Building)

Ein nachhaltiges Gebäude aus Holz mit einem begrünten Dach.

Zahlreiche Studien belegen die Bedeutung der Umgebung für das Wohlbefinden der Menschen. Insbesondere die Schule, der Kindergarten und der öffentliche Raum, in denen die Menschen viel Zeit verbringen und soziales Leben erleben, spielen eine grundlegende Rolle bei der Vermittlung bestimmter Prinzipien der Nachhaltigkeit und der Annäherung an die Ökologie, ausgehend von der Umwelt, in die sie eingetaucht sind.

Das architektonische Projekt und die Bautechnologie

Der Raum als Ergebnis der Kombination aus der Funktion des Bauwerkes und dem engen Kontakt mit den umgebenden Elementen: Diese Überzeugung war Ausgangspunkt für die Schaffung dieses nachhaltigen Projektes in Holzbauweise, das vom Architekturbüro De8 Architetti entworfen wurde.

Das neue Mehrzweckgebäude in Castel Cerreto, Treviglio (Provinz Bergamo) beherbergt einen Kindergarten, den Kinderhort und einen Versammlungsraum für die Gemeinschaft. Die zwei getrennten, parallel angeordneten Baukörper beherbergen in der Mitte einen Garten. Im zweigeschossigen Baukörper auf der Ostseite ist im Erdgeschoss der Kindergarten untergebracht, während sich im ersten Geschoss der Kinderhort für 20 Kinder im Alter von 0-3 Jahren und ein Raum für schulische Tätigkeiten befinden.

Das Gebäude wurde von Benis Costruzioni und LignoAlp in einer gemischten Bauweise aus Holz und Beton realisiert: Der Aufzugschacht besteht aus Stahlbeton, die Wände wurden als Holzrahmenbau ausgeführt. Die Decke über dem Erdgeschoss hingegen ist eine Holz-Beton-Verbunddecke. Mit dieser Technologie werden die Eigenschaften dieser beiden unterschiedlichen Materialien optimal kombiniert.

Die Wahl des Materials Holz erfolgte nicht nur mit der Absicht, dem kleinen Dorf eine Schulstruktur zu geben, die dem Wachstumsprozess der Kinder Rechnung trägt. Ziel war auch, ein Gebäude zu schaffen, das bioklimatische und ökologisch nachhaltige Anforderungen erfüllen kann.

Das Dach des Gebäudes ist extensiv bepflanzt worden. Dies ermöglicht der schichtartige Aufbau, inklusive einer wasserhaltenden Schicht. Die Bepflanzung erfolge mit Sedum, einer besonderen Art der Grünkultur, die auch in sehr trockenen Umgebungen wächst und somit ideal für die Dachbegrünung geeignet ist.

Das Gebäude wurde unter hohen energietechnischen Anforderungen geplant und gebaut und ist eines der ersten Schulgebäude, das mit dem Protokoll nZEB (Nearly Zero Energy Building) zertifiziert worden ist.

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