Fassadenträger für Firmenzentrale

  • Standort: Brixen
  • Bauherr: Durst Phototechnik AG
  • Planer: Patrik Pedò und Juri Pobitzer (Monovolume)
  • Jahr: 2018
  • Bauzeit: April 2018 (ca. 4 Wochen)
  • Bauweise: Unterfassadenkonstruktion in Brettsperrholzweise
Die international führende Durst Phototechnik AG hat seine Firmenzentrale in Brixen erweitert und dabei auf eine markant-futuristische Fassadengestaltung gesetzt, bei deren Ausführung LignoAlp mitgewirkt hat.

Ein schwebender „Flügel“ auf einem sechsstöckigen Turm mit einer Höhe von 35 Metern wurde zum übersehbaren architektonischen Landmark in der Brixner Industriezone. Der Baukörper schafft vor allem aufgrund seiner „gepixelten“ Fassade einen Wiedererkennungswert. Die Fassade besteht aus Leichtbetonelementen mit eingebauten, LED-beleuchteten Fensterlaibungen, die die Dynamik der Pixelfassade unterstreichen und gekonnt inszenieren. Geplant, gefertigt und montiert wurde die vertikale Fassade aus Metall vom Fassadenbauspezialisten FRENER&REIFER FASSADEN.

Um die Kernelemente der Metallfassade zu befestigen, bedurfte es einer ausgeklügelten Unterkonstruktion, für dessen Ausführungsplanung, Statik, Abbund und Montage sich das Brixner Unternehmen LignoAlp verantwortlich zeichnet. Die Trägerkonstruktion der „Pixel-Fassade“ wurde in Brettsperrholzweise realisiert und ist so konzipiert, dass sie für die spätere Aufnahme der Wärmedämmung und Metallfassade exakt ausgerichtet werden konnte. Dies bedeutet aus bauphysischer Sicht in erster Linie, dass der Verformungszustand der späteren Trägerstruktur millimetergenau berechnet werden musste, um sicherzustellen, dass die Position der Wandelemente nach Fertigstellung der gesamten Fassade dem gewünschten Nutzungszustand entsprechen. Voraussetzung für die Umsetzung waren extrem hohe Präzision im Abbund und in der Montage, um die Neigung und Ausrichtung der Holzelemente mit der Trägerschicht exakt aufeinander abstimmen zu können.

Auch die Montage der Unterkonstruktion verlangte höchste Genauigkeit und Kompetenz. Die Fixierung der Trägerschicht erfolgte dabei auf Schienen, die in der Betonstruktur eingelegt sind. Die Konstruktion wurde über flexible Fixierungselemente aus Stahl montiert, um Grad und Neigung der Wandelemente exakt anzupassen und auf etwaige Baustellensituationen (z.B. Eigengewicht, Nutzlasten, Kriechverformungen, Schnee) reagieren zu können. Die Montage der Holzelemente von bis zu 4,60 Metern Höhe erfolgte teilweise in Überhäng-Lage.

Die Montage der Unterkonstruktion betrug ca. 4 Wochen und wurde im April 2018 fertiggestellt.